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Eine Reihe zu Martin Luthers Bibelübersetzung

Teil 3: Die Entwicklung der Lutherbibel von der Reformation bis heute


Am 19. Oktober 2016 war Verkaufsstart der Lutherbibel 2017. Nach zehnjähriger Vorbereitungszeit bot die Deutsche Bibelgesellschaft die neue Lutherbibel zum Verkauf an. Der Termin passte gut. Schließlich war Martin Luther dank des bevorstehenden Reformationsjubiläums in aller Munde. Und der Erfolg war riesig: Bis zum Jahresschluss konnten bereits über 307.000 Ausgaben abgesetzt werden.

500 JAHRE ZUVOR
Martin Luthers erste Übersetzung des Neuen Testaments erschien erstmalig im September 1522. In nur elf Wochen hatte er diese Meisterleistung vollbracht. Erheblich länger dauerte die Herausgabe der ganzen Bibel. Zwölf Jahre brauchte es, bis 1534 Altes und Neues Testament gemeinsam erscheinen konnten. Bis zu seinem Tod begleitete Luther „seine“ Bibel und veränderte in den aufeinanderfolgenden Auflagen auch seine Übersetzungen.

300 JAHRE WILDWUCHS
Erstaunlich ist der „Wildwuchs“, der sich daran anschloss. In den folgenden mehr als 300 Jahren wurde die Lutherbibel von vielen Verlagen und Bibelgesellschaften eigenständig weiterentwickelt. Erst 1892 erschien eine von der Deutschen Evangelischen Kirchenkonferenz in Auftrag gegebene Bibelausgabe. 1912 folgte die zweite kirchenamtliche Revision. Die beiden Weltkriege verzögerten weitere Herausgaben. Die dritte Durchsicht geschah dann schrittweise: 1956 schloss man die Übertragung des Neuen Testaments ab, 1964 waren das Alte Testament und 1970 die Apokryphen übersetzt.

Den vollständigen Artikel finden Sie in der Ausgabe 10/17 in CHRISTSEIN HEUTE.