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Bild:Dina Neumann

Arne Völkel Wozu ist der Teufel da?

Den Teufel spürt das Völkchen nie...

... und wenn er sie beim Kragen hätte", meinte der Schriftsteller Goethe in seinem Drama "Faust". Arne Völkel zeichnet anhand der biblischen Aussagen wichtige Linien seines Wesens und Wirkens.

Jesus kam, um die Werke des Teufels zu zerstören, denn jeder, der die Sünde tut, stammt vom Teufel (1.Joh.3,8). Diese zugespitzte Aussage verdeutlicht das Drama, das sich im Leben Jesu und mit seinem Tod und seiner Auferstehung unter uns Menschen abgespielt hat. Seine grundlegendste Form ist der Unglaube (Joh.8,24). Die Welt liegt in den Fesseln Satans, der ihr Fürst ist. Doch der Teufel wird belächelt von denen, die ihn für ein Märchen halten und sich irrtümlich in Sicherheit wiegen. Das ist der größte Teil aller Menschen. Der Teufel wird gefürchtet und ihm wird gedient von den Menschen, die ihn sich zum Gott erwählten. Das sind nicht wenige Menschen, und sie werden unter der Herrschaft Satans gequält. Für uns alle gilt, die Selbstbehauptungskräfte des Bösen sind in der Welt so mächtig, dass sie aus eigener Kraft und mit guter Absicht nicht zu überwinden sind.
Satan wird in der Bibel als Person und Gegenspieler Gottes beschrieben und er hat viele Namen, die die Verschiedenheit seiner Rollen widerspiegeln. Satan verstellt sich als „Engel des Lichts“ (2.Kor.2,14), er ist die „Macht der Finsternis“ (1.Kor.1,13), „der Fürst dieser Welt“ (Joh.12,23). Satan ist der „Diabolos“, der alles durcheinander bringt, der „Gott dieser Welt“ (2.Kor.4,4), der Feind, der Drache, der Vater aller Lüge. So viele Namen Satan trägt, so unterschiedlich tritt er auf und bedient sich vieler Helfer und Helfershelfer. Herausragend ist unter diesen die Person des endzeitlichen Antichristen, von dem aber wiederum schon viele in die Welt gekommen sind.

Wirkweisen des Teufels

Auch als Christen stehen wir mit der allgegenwärtigen Sünde, die nach uns Menschen gegriffen hat, in ständigem Streit. Satan ist so listig, dass er uns sogar dazu anstiften kann, das Gesetz Gottes gegen seinen Willen zu missbrauchen (Rö.7,4-6.8; Gal.3,10-14). Einzig durch die Bindung an Christus gelangen wir von der Lüge zur Wahrheit (Joh.8,32), so dass wir uns unserer eigenen Schwäche bewusst werden und der Tatsache, dass wir unserem Tod entgegen gehen. Weil Satan als Verführer auftritt, vernebelt er uns dafür jedoch den Sinn. Er malt uns Surrogate des Glücks vor Augen, Versprechen der Zufriedenheit und Erfüllung, durch zum Beispiel Alkoholkonsum und Drogensucht. Ge- Arne Völkel ist Pastor der FeG Dortmund und Autor mehrerer Bücher. wöhnung kommt derlei Versuchungen so weit entgegen, dass ihr zerstörendes Wesen viel zu spät erkannt wird. Auch sexuelle Leidenschaften, ungehemmter Medienkonsum, Sadismus und Perversionen aller Art demonstrieren uns ihre bindende Gewalt, sie zerstören Gemeinschaftsfähigkeit und Liebe.
Jede Versuchung setzt bei unserer Neigung zur Loslösung von Gott an. Alles was uns hindert, uns für Gott zu öffnen und unser Leben von ihm her im Glauben bestimmen und beschenken zu lassen, wird damit zur Verderbensmacht. Die Sünde, der Teufel und der Tod sind Gewalten, die uns von der Lebensader Gottes abschneiden wollen. Doch haben wir keine Entschuldigung für unsere eigenen Taten. Denn nicht nur von außen stehen wir unter Druck, sondern von innen, aus uns heraus, drängt es uns Böses zu tun (Mk.7,21-23). Der Glaube an Christus gebietet dem Einhalt. Das manifestierte sich besonders deutlich in seinen Dämonenaustreibungen, Krankenheilungen und schließlich in seiner Überwindung des Todes (1.Kor.15,24- 26; Off b.1,17f). Jesus herrscht auch über die gottfeindlichen Mächte! Die Frage ist, welchem Einfluss wir uns aussetzen. Das ist unser Anteil an der Sache. Martin Luther drückte es drastisch aus, wenn er feststellte, dass der Mensch ein Esel sei, der entweder von Satan oder von Christus geritten werde. Dem Reformator war der menschliche Hang zum Bösen so mächtig, dass er uns nicht in der Position des frei entscheidenden Menschen sah. Für diese Sicht sprechen gute biblische Gründe. Sind wir Knechte der Sünde (Joh.8,34), sind wir nicht frei Gutes oder Böses zu tun. Die Sünde nimmt unsere Herzen in Beschlag, nimmt uns gefangen und entfaltet dämonisch quälende Angst.


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