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Von Annekatrin Warnke


„Ich war ein lebendiger Leichnam“

So beschreibt sich Sabine Ivens im Rückblick auf das Jahr 2002. Wenn sie heute auf einer Bühne agiert oder mit viel Elan Theaterworkshops gibt, ist sie höchst lebendig.

Ihre Spielfreude ist mitreißend, sie bringt ihr Publikum mit ihren Solostücken zum Lachen und Weinen, in jedem Fall zum Nachdenken. Dieselbe Frau, die jahrelang in Depressionen gefangen war, arbeitet heute für die Befreiung anderer Menschen. Dazu gehört die Befreiung zur Selbsterkenntnis. Dies gelingt Sabine Ivens, indem sie durch ihre Schauspielkunst einen Spiegel vorhält, denn, so sagt sie: „Theater ist ein Medium zur Bewusstseinsbildung.“ Ein weiteres großes Anliegen für sie ist „Befreiung für die Begabung zum Dienst“. Dazu hat sie für Gemeinden einige Seminare im Angebot. „Befreiung aus Gebundenheit und Gefangenschaft“ ist Sabine Ivens großes Lebensthema.

Sie wurde 1963 in Hamburg geboren und blieb das einzige Kind in ihrem gutbürgerlichen Elternhaus. Das wohlgeordnete Leben war aber nur Fassade, denn Vater und Mutter waren alkoholabhängig und verstarben früh. „Ich hatte keinen Ansprechpartner zu Hause, war auf mich alleine gestellt und verwahrloste seelisch“, erzählt Sabine. Ihr einziger Halt war die Großmutter, die in der Nähe lebte und sie bedingungslos liebte. Als die Oma starb, war Sabine Ende zwanzig. Nun fühlte sie sich völlig einsam und schutzlos.

Bald darauf lernte sie ihren Mann kennen. Weil sie sich so nach Sicherheit und Geborgenheit sehnte, danach, sich ganz fallen lassen zu können, wurde er zum Zentrum ihres Lebens. Da passte es gut, dass ihr Mann genauso eine Frau haben wollte. Eine, die seine Lebensidee bedingungslos unterstützt. Dazu gehörte viel Arbeit, gemeinsam in der Selbstständigkeit und in Haus und Garten. Dazu gehörten Tiere – Hunde, Katzen, Pferde – und für Freundschaften blieb überhaupt kein Raum. Irgendwann fühlte Sabine sich in ihrer Ehe wie in einem Gefängnis. Weil sie keinen Ausweg aus ihrer Abhängigkeit von ihrem Mann sah, wurde sie depressiv. Nach 13 Ehejahren hat ihr Mann sie dann verlassen. „Als ich nicht mehr funktionierte, konnte er mit mir nichts mehr anfangen“, weiß Sabine heute.


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