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Von Hartmut Weyel


Der erste Weltkrieg: Die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts

Das Gedenken an den Beginn des Ersten Weltkriegs vor hundert Jahren weckt das Interesse der Deutschen an ihrer Geschichte. In einer repräsentativen Umfrage für das Magazin „stern“ im Januar 2014 erklärten fast 70% der Deutschen, sie hätten Interesse an dem damaligen Geschehen. Von den 14 bis 29-Jährigen sind sogar 77 Prozent wissbegierig, wenn es um die „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts geht.

Der gesamte Originaltext des Autors kann hier als PDF heruntergeladen werden...

Offensichtlich suchen Menschen in der Geschichte Orientierung für die Gegenwart. Die Bezeichnung „Urkatastrophe“ geht auf den US-amerikanischen Historiker und Diplomaten‘George F. Kennan (1904-2005)‘zurück, der den Ersten Weltkrieg als „the‘great seminal catastrophe of this century“ charakterisiert hatte.

In der Tat kostete dieser erste mechanisierte Krieg der Weltgeschichte sechzehn Millionen Soldaten und Zivilpersonen das Leben.

WER HATTE SCHULD?

Die Frage nach der Schuld am Ausbruch des schrecklichen Krieges, die sehr lange allein den Deutschen zugeschrieben wurde, hat in letzter Zeit zu einer neuen Diskussion geführt, die durch das Buch des australischen Historikers Christopher M. Clark, „Die Schlafwandler“, hervorgerufen wurde. Clark spricht davon, dass in den letzten Jahren vor dem verhängnisvollen Sommer 1914 viele kleine Kausalitätsstücke zusammengekommen seien, die von keiner Seite planmäßig in Szene gesetzt worden waren, aber ausreichten, um den regionalen Gegensatz zwischen Serbien und Österreich-Ungarn zum Auslöser des großen Krieges zu machen. Die Ermordung des reformfreudigen österreichischen Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 in Sarajewo durch einen serbischen Attentäter löste eine verhängnisvolle Kettenreaktion aus. Historisch bestätigt ist, dass es in allen beteiligten Staaten Angehörige der Elite gab, die von der Unvermeidlichkeit eines Krieges überzeugt waren. Politiker und hochrangige Militärs auf allen Seiten drängten geradezu zum Krieg.

WIE HABEN FREIE EVANGELISCHE GEMEINDEN DEN KRIEG ERLEBT UND ERLITTEN?

Der Erste Weltkrieg hat die Landkarte Europas weitgehend verändert und das 20. Jahrhundert tief geprägt. Er mündete in teilweise blutige Revolutionen, führte den Zusammenbruch multinationaler Monarchien herbei, schuf instabile staatliche Gebilde und hinterließ Jahrzehnte wirtschaftlicher Krisen und erschreckender Verarmung weiter Bevölkerungsschichten. 


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