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Hudson Taylor und die Allianz-Mission

Vor 150 Jahren wurde am 25. Juni 1865 die China-Inland-Mission gegründet. Sie ist aufs Engste mit dem Wirken von Hudson Taylor (1832–1905) verbunden. Was vielleicht wenige wissen, ist, dass von ihm letztlich der entscheidende Anstoß zur Gründung der Allianz-Mission kam. Missionswissenschaftler Dr. Elmar Spohn beschreibt die Zusammenhänge.

Der Name Hudson Taylor ist in christlichen Kreisen sehr bekannt. Bücher über sein Leben und Werk füllen ganze Regale. So wurden weit über fünfzig Biografien über sein Leben verfasst. Auch gibt es einen Film, der seinen Missionsdienst und Glaubensmut in Szene setzt. Insofern ist es nicht überraschend, dass man über ihn mehr weiß als über andere berühmte Missionare der Vergangenheit. Von ihm ist allgemein bekannt, dass er ein Missionspionier in China gewesen ist und dort segensreich gewirkt hat. Vor allem aber weiß man von ihm, dass er völlig den Zusagen Gottes vertraute. So erlebte er in den schwierigsten Situationen wundersame Gebetserhörungen. Taylor zufolge komme es nicht auf einen großen Glauben an, sondern auf einen „Glauben an einen großen Gott“. So wird berichtet, dass Taylor auf Gehaltszusicherung vonseiten seiner Missionsorganisation verzichtete. Auch Spendenaufrufe waren mit seiner Glaubensüberzeugung nicht vereinbar. Vielmehr solle man seine Not zu Gott bringen und sie nicht an die große Glocke hängen. Im gläubigen Vertrauen verfolgte er hartnäckig das Ziel, in das für Europäer so gefährliche Innere Chinas vorzudringen, um den Menschen dort das Evangelium zu verkündigen. Trotz aller Not und Bedrängnis, die er in seinem Missionsdienst erlebte, hielt er an Gottes Verheißungen fest. Dies beeindruckte Christen weltweit. Vor allem am Ende des 19. Jahrhunderts wurden viele Menschen durch das glaubensmutige Vorbild Taylors motiviert. Damals waren viele Christen von der Heiligungsbewegung berührt. Für sie war Christsein mehr als Bekehrung. Man war sich einig, dass zum Christsein ein geheiligtes Leben gehörte. Ausdruck dieses heiligen Lebens sah man in einer völligen Lebenshingabe an Jesus Christus. Wie konnte man sein Leben besser an Jesus hingeben, als sich zum Missionsdienst zu melden? So machten sich Hunderte junge Menschen ohne menschliche Absicherungen nach China auf. Dabei waren sie nicht nur von Taylors Vorbild motiviert, sondern auch von seiner Botschaft. Diese war einfach: „Ungefähr 1.000 Seelen sind in die Ewigkeit gegangen (und damit verloren), während wir hier sitzen, viele haben niemals von Jesus gehört.“ Eine solche Botschaft hatte unverkennbare Wirkung. Dass Taylor kein Theologe war, störte dabei nicht. Er versuchte nicht, Antworten auf die Frage nach dem endlichen Geschick der Menschen zu finden, die nie Gelegenheit hatten, von Jesus zu hören. Für ihn stand fest: Jesus ist der einzige Weg zu Gott und es ist in keinem anderen Namen Heil als nur in dem Namen von Jesus.

Den vollständigen Artikel können Sie in der Ausgabe 06/15 Christsein-Heute nachlesen.


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