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Von Ansgar Hörsting


Das Wichtige zuerst

Im Sommer 2011 entstand das FeG-Leitmotiv „Bewegt von Gottes Liebe bauen wir lebendige Gemeinden“. Die FeG-Bundesleitung sagt in einem Satz, was die Motivation und das Ziel der Bundesarbeit ist. Wie wichtig ein Leitsatz oder ein erster Satz ist, beschreibt FeG-Präses Ansgar Hörsting.

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde“, lautet der erste Satz der Bibel (1. Mose 1,1). Das ist Programm für alles Weitere. Und der erste Satz des Johannesevangeliums heißt: „Im Anfang war das Wort! Und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort“ (Johannes 1,1). Auch das ist eine wegweisende Überschrift. Und wie beginnt der Text der Zehn Gebote? „Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus Ägypten geführt habe.“ Bevor es zu den wirklichen Geboten kommt, stellt Gott also erst einmal klar, wer er ist, der das sagt. Es ist der Gott, der Israel befreit hat.

Erste Sätze und Überschriften stellen das Wichtige über alles Weitere. So auch im deutschen Grundgesetz. Es beginnt: „Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen …“ Ich könnte noch vieles schreiben: über die ersten Sätze in einem Gottesdienst oder einer Predigt. Über Slogans in der Werbung. Über die ersten Sätze, die wir morgens hören. Über Leitsätze unseres Lebens, die wir in unserem Elternhaus mitbekommen haben. Oft entscheiden die ersten Worte über das, was folgt.

„Das Wichtige zuerst“, denn wenn ich das Wichtige an den Anfang stelle, ist der richtige Ton für alles Folgende angestimmt, ist das Fundament für den Bau gut gelegt, ist die Weiche richtig gestellt.

Aha Erlebnis

Ich war gerade ein Jesusfolger geworden. Da habe ich einmal die „Apostelgeschichte“ in einem Rutsch durchgelesen. Ich war gespannt darauf zu erfahren, was die Apostel so alles getan hatten. Sie mussten großartige Leute gewesen sein. 28 Kapitel hat dieses Buch. Mit jeder gelesenen Seite wurde mir jedoch klarer: Gott selbst, durch die Kraft seines Heiligen Geistes, hat das Entscheidende getan. Er sorgte dafür, dass Menschen an Jesus glaubten, neues Leben und den Heiligen Geist empfingen. Er tat Wunder und er gebrauchte Menschen, damit seine Botschaft in der ganzen Welt bekannt wird. Der Heilige Geist tat etwas! Es ging gar nicht so sehr um die Taten der Apostel (obwohl diese auch durchaus aktiv waren), als vielmehr um die Taten des Heiligen Geistes. Später lernte ich, dass die Titel der einzelnen Schriften der Bibel nachträglich formuliert worden waren. Man nannte dieses Buch „Die Taten der Apostel“, im Deutschen hat sich die „Apostelgeschichte“ durchgesetzt. Eigentlich trifft dieser Titel nicht genau den Inhalt des Buches. Aber er prägt das Lesen und die Erwartungshaltung. Seitdem warte ich auf den Tag, an dem dieses Buch umbenannt wird.

 

Den vollständigen Artikel können Sie in der Ausgabe 11/15 Christsein-Heute nachlesen.


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