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Von Ansgar Hörsting


Auf das Sühneopfer verzichten?

Passt es noch in unsere Zeit, dass Gott seinen Sohn am Kreuz qualvoll sterben ließ? Steckt hinter dem Tod von Jesus nicht ein Gottesbild, das wir hinterfragen müssen? FeG-Präses Ansgar Hörsting bezieht Stellung.

Es war ein Morgen irgendwann im Jahr 2008. Ich stand morgens im Badezimmer und hörte die Andacht im Westdeutschen Rundfunk. Der Kölner Superintendent i.R. Burkhard Müller sprach darin über den Sühnetod Jesu. Seine Quintessenz lautete, es sei gut, dass wir das Reden über den Tod Jesu als Sühneopfer, über das Blut Jesu und Ähnliches heute nicht mehr brauchen. Gott ist Liebe, und das zu wissen, reiche aus. Die alten Formen, darüber zu sprechen, seien überwunden und überholt. Damit müsse man heute niemanden mehr behelligen. Das stellte er als Befreiung dar.
Es war noch früh am Morgen, aber ich war mit einem Mal hellwach. Diese Andacht löste vielfältige öffentliche Reaktionen aus. Die einen kritisierten Müllers Andacht, die anderen unterstützten sie. Das geht bis heute so.


Pro und Kontra
Die Unterstützer sagen: Auf das Motiv des Sühneopfers Jesu und der wirksamen Sühne durch den Kreuzestod Jesu können wir heute gut verzichten. Es gibt schon im Neuen Testament verschiedene Deutungen des Todes Jesu. Für die Menschen damals war die Vorstellung eines Sühneopfers verständlich und deswegen angemessen. Für uns heute gilt das nicht mehr. Im Gegenteil. Die Motive von Blut und stellvertretendem Tod stehen uns heute nur im Weg. Die Kritiker hingegen sagen: Wer die Rede von der Sühne vernachlässigt, verliere den Grund des Glaubens, wie ihn die Bibel beschreibt. Sühneopfer mag eine Metapher sein, eine veranschaulichende Rede, die die Wirklichkeit abbildet. Aber es sei eine zentrale, nicht austauschbare Metapher. Sie beschreibt, was sich durch den Kreuzestod Jesu wirklich verändert hat. Die Sünde der Menschen und ihre Konsequenzen hat Jesus getragen und es gibt keinen anderen Ort, wo das geschehen ist. Die endgültige Macht der Sünde ist zerbrochen. Wir sind versöhnt. 

Den vollständigen Artikel können Sie in der Ausgabe 3/16 CHRISTSEIN HEUTE nachlesen.


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