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Von Ulrich Ahrens


SOLA SCRIPTURA UND SOLA FIDE – Luther im Spannungsfeld freikirchlicher Theologie

Ulrich Ahrens, Pastor der FeG Gladenbach-Weidenhausen, fasst die wichtigsten Aussagen des zweiten Vortrags des Hauptreferenten Andreas Malessa zusammen, dem bekannten Journalisten, Buchautoren, Musiker und Theologen.

Das Thema ließ einen gewichtigen theologischen Vortrag erwarten. Es kam ganz anders, jedoch keineswegs mit weniger Tiefgang. Versetzt mit humorvollen Einlagen verstand es Andreas Malessa, die Linien zwischen den Ansichten Luthers und seiner Biografie zu zeichnen. Zum Beispiel bei der Frage, woher Luthers große Wertschätzung der Bibel komme. Dabei spielte das Umfeld eine wichtige Rolle, in dem Luther aufwuchs. In seinem Elternhaus hatte er Heiligenlegenden und allen möglichen Aberglauben kennengelernt. Inhalte der Bibel spielten damals eine untergeordnete Rolle. Selbst Priester mussten sich in der Bibel nicht besonders gut auskennen. Luther war zunächst Priester, dann studierte er Theologie. Dabei halfen sein Studieren und Verstehen von Gottes Wort, um das damals vorherrschende Gemisch von Glauben und Aberglauben zu trennen. Eine Schlüsselrolle war sein „Turmerlebnis“, bei dem er das Geschenk der Gnade persönlich erfahren durfte. Als Konsequenz dieser Gnade lernte er, die Bibel allein von Christus her zu lesen. Die Person Jesu wurde zum Leitfaden und zum Kriterium seines Schriftverständnisses. Erleichternd kam hinzu, dass zu seiner Zeit eine gründlich überarbeitete Neuausgabe des griechischen Neuen Testaments veröffentlicht wurde. Das verstärkte seine Liebe zum Wort Gottes. Zudem entrüstete er sich darüber, wie schlecht die vorhandenen deutschen Bibeln übersetzt waren.

MIT DER BIBEL GEGEN HERRSCHENDE
Schließlich war Luther durch sein eigenes Bibelstudium und der daraus folgenden Erkenntnisse bewusst geworden: Wer selbst die Bibel lesen kann, der ist nicht länger den Herrschenden und deren Meinung ausgeliefert, sondern kann aufgrund der Schrift Fragen stellen, die nur durch die Schrift selbst – und nicht länger im Sinne subjektiver Machtinteressen – nachhaltig beantwortet werden können. Wer selbst nachlesen könne, stelle die Herrschenden unter einen ihnen bis dahin unbekannten Rechtfertigungsdruck.

Den vollständigen Artikel können Sie in der Ausgabe 1/17 in CHRISTSEIN HEUTE nachlesen.


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