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Was sagen uns die Zahlen?

Eine differenzierte Sicht auf Bekehrungs und Taufstatistiken im Bund FeG

Alle zwei Jahre werden in Freien evangelischen Gemeinden die Gemeindemitglieder (Ab- und Zugänge) gezählt, wie auch die Menschen, die zum Glauben an Jesus Christus gefunden haben (Bekehrungszahlen) und diejenigen, die getauft wurden. Sascha Rützenhoff, der Leiter der Inland- Mission, kommentiert die Ergebnisse und macht Vorschläge, wie die missionarische Kraft einer Gemeinde gestärkt werden kann. Die Fragen stellte Dietrich Ebeling.

Statistische Erhebungen in Kirchen und Gemeinden generell werden auch kritisch gesehen. Woran liegt das? Wie beurteilen Sie das?

Ich kann diese kritische Sichtweise sehr gut nachvollziehen. Schließlich geht es in Gottes Reich gerade nicht um Zahlen, sondern um den Einzelnen. Nicht um die Masse der 99, sondern um das eine verlorene Schaf. Hinzu kommt, dass Statistiken immer nur einen ganz bestimmten Aspekt erheben und die Gefahr besteht, dass man vielleicht zu weitreichende Schlüsse daraus zieht. Wenn z.B. eine Gemeinde nur wenige Bekehrungen oder Taufen vorzuweisen hat, bedeutet das dann, dass es sich nicht um eine lebendige Gemeinde handelt?

Die Zahlen spiegeln eine eingeschränkte Sicht auf die Wirklichkeit wider. Welche Zahlen betrifft das? Welche Faktoren sollten zusätzlich beachtet werden?

Das betrifft sämtliche Zahlen, die wir statistisch erheben. Besonders problematisch dabei ist wohl die Zahl der Bekehrungen. Schließlich kann nur Gott den Menschen ins Herz sehen. Vielleicht sind mehr Menschen zum Glauben gekommen, als uns bekannt ist. Und handelt es sich bei den beschriebenen Bekehrungen um Neubekehrte oder vielleicht doch um Menschen, die schon länger an Jesus glauben, aber es noch nicht so umgesetzt haben, wie es in Freien evangelischen Gemeinden verbreitet ist? Ich muss gestehen: In meiner Zeit als Ortspastor habe ich manchmal diese Zahl bewusst nicht ausgefüllt und kenne mehrere Kollegen, die das regelmäßig so machen. Das erklärt auch, warum wir laut Statistik mehr Taufen als Bekehrungen in unserem Bund haben. Anhand beider Zahlen, Taufen und Bekehrungen zusammen, kann man vielleicht schon einen Trend ausmachen.

Dass überhaupt die Anzahl der Bekehrungen und Täuflinge abgefragt wird, zeigt, hier geht es um Indikatoren, an denen zumindest teilweise die Entwicklung einer Gemein-de und des Bundes FeG abzulesen ist. Welchen Stellenwert messen Sie diesen Zahlen bei? Wie könnte die Abfrage verbessert werden?

Aus den schon genannten Gründen denke ich, dass wir sehr sorgfältig und kritisch mit diesen Zahlen umgehen sollten. Die Zahlen zu erheben, kann nur ein erster Schritt sein. Eine zusammenhanglose Darstellung dieser Zahlen führt womöglich zu unnötigem Neid und dem Druck, „präsentable Zahlen vorzuweisen“. Gerade bei diesen Zahlen ist es vor Ort wichtig, einen längeren Zeitabschnitt zu betrachten. In einem Zwei-Jahres-Zeitraum können diese Zahlen sehr gering sein und im nächsten dann wieder recht hoch. Daran kann man als Mo-mentaufnahme wenig ablesen. Wirklich nützlich können solche Zahlen werden, wenn sie in den betroffenen Leitungskreisen analysiert werden und sich daraus Fragestellungen für die konkrete Situation vor Ort ergeben. Wie kann man die Abfrage verbessern? Vielleicht sind die differenzierten Fragestellungen in Bezug auf Bekehrungen nicht immer ganz eindeutig definiert.

Den vollständigen Artikel können Sie in der Ausgabe 3/17 in CHRISTSEIN HEUTE nachlesen.


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