» christsein-heute.de 

Von Peter Strauch


Blackout – Morgen ist es zu spät

Ein Science-Fiction-Roman als Rezensionsexemplar für diese Zeitschrift – macht das Sinn? Aus drei Gründen habe ich mich dazu entschlossen. Erstens: Obwohl dieses Buch von Marc Elsberg bereits vor fünf Jahren erschien, rangiert es nach wie vor auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Weit über eine Million Mal wurde der Titel inzwischen verkauft. Zweitens: Die Geschichte mag zwar sehr konstruiert sein, aber das Thema selbst ist es nicht. Im Gegenteil, es ist geradezu erschreckend aktuell. Drittens: In einer Kolumne, die sich mit säkularen Bestsellern beschäftigt, ist es durchaus sinnvoll, einmal ein Buch unter die Lupe zu nehmen, das – mindestens den Verkaufszahlen nach – erstaunlich viele Menschen über einen langen Zeitraum hinweg beschäftigt.

EUROPAWEITER STROMAUSFALL
Die Handlung ist schnell erzählt. Die Hauptperson, der italienische Informatiker Piero Manzano, der normalerweise sein Geld als IT-Berater verdient, erlebt in seiner Heimatstadt Mailand einen Stromausfall. Er stuft ihn zunächst als harmlos ein, begreift aber schnell, dass es sich dabei um ein massives Problem handeln muss, denn in fast allen europäischen Ländern brechen die Stromnetze zusammen. Als Informatiker vermutet er einen Hackerangriff, und es stellt sich heraus, dass er damit auf der richtigen Fährte ist. Daraufhin versucht er, Kontakt mit den entsprechenden Behörden aufzunehmen, findet dort aber kein Gehör. Auf eher spektakuläre Weise bekommt Manzano dann Verbindung zu Europol, der europäischen Polizeibehörde mit Sitz in Den Haag. Man lädt ihn ein, dort an der Lösung des Problems mitzuarbeiten, aber einer der Kommissare begegnet ihm von Anfang an skeptisch. Als sich dann noch jemand in seinen Laptop hackt und dubiose E-Mails verschickt, gerät der Italiener in Verdacht, selbst auf der falschen Seite zu stehen. Aus dem Helfer wird ein Gejagter. Marc Elsberg gelingt es, daraus eine fesselnde Geschichte zu machen.

AM ENDE IST NICHT ALLES GUT
Die Kapitel des Buches sind nach Tagen aufgeteilt, 27 an der Zahl. Aber die Zahl täuscht. Es braucht nur eine gute Woche, um eine funktionierende Gesellschaft ins Chaos zu stürzen. Zwar wird der Terrorangriff nach 12 Tagen aufgedeckt, die Verbrecher am 14. Tag festgenommen, das Datennetz schließlich von aller Schadsoftware bereinigt und die Ordnung nach und nach wieder hergestellt. Aber die Welt ist nicht mehr, wie sie war, und wird es wohl nie mehr sein. Um sich in den 800 Seiten nicht zu verlieren, gibt es in dem Buch viele Zwischenüberschriften, die mit Städtenamen versehen sind. So steht „Berlin“ für die Bundesregierung, „Brüssel“ für die EU, „Saint-Laurent“ für ein defektes Kernkraftwerk und „Den Haag“ für Europol. Hinzu kommen weitere Städte- und Landschaftsnamen, in denen die Handlung spielt. Auch eine Liebesgeschichte hat Elsberg eingeflochten. Trotzdem wird am Ende nicht alles gut. Es bleiben Hunderttausende, vielleicht Millionen Tote, die Langzeitopfer nicht mitgerechnet.

Den vollständigen Artikel können Sie in der Ausgabe 5/17 in CHRISTSEIN HEUTE nachlesen.


Noch keine Kommentare

Sie müssen eingeloggt sein um Kommentare zu schreiben


Christsein heute

... alles, was
Freie evangelische
Gemeinden bewegt!


Jetzt bestellen


Service

Der FeG-Shop

Bücher & anderes aus dem FeG-Kosmos:


Zum Shop>>>

Immer wieder inspirierend

Bleiben Sie auf dem Laufenden


Regelmäßig über neue Projekte aus dem Bundes-Verlag informiert werden und Infos und Inspiration aus der Redaktion abonnieren.


 

Kontakt zur Redaktion

Sie möchten Kontakt mit uns aufnehmen? Dann klicken Sie doch bitte hier.

Lust auf mehr?

Weitere Zeitschriften aus dem Bundes Verlag

Informieren Sie sich hier über weitere Zeitschriften und Angebote des Bundes-Verlags.

 

© 2017 SCM Bundes-Verlag gGmbH - Impressum - Allgemeine Nutzungsbedingungen - Kontakt