» christsein-heute.de 

Von Dietrich Ebeling


Gottes Willen zu erkennen, ist nicht schwer

„Die Frage nach Gottes Willen für mein Leben ist die konsequente Umsetzung der Jesus-Nachfolge.“ Diese Kernaussage erklärt FeG-Pressesprecher Dietrich Ebeling und schreibt, was ihm auf der Suche nach Gottes Willen geholfen hat.

Es sind die großen Entscheidungen im Leben, bei denen wir am liebsten eine direkte Regieanweisung vom Himmel bekommen würden. Bei der Partnerwahl zum Beispiel. Oder wenn berufliche Veränderungen anstehen. Und bestimmt gehört auch die Frage nach der Berufung dazu. Vielleicht stehen Sie selbst gerade an einer Wegkreuzung. Wie findet man dann den richtigen Weg? Gibt es überhaupt den einen richtigen Weg? Ist es wirklich schwer bis unmöglich, Gottes Willen zu erkennen? Und sollte man nicht selbst Verantwortung übernehmen und entscheiden? Nach meiner Überzeugung ist es gar nicht so schwer, den Willen Gottes zu erkennen. Dabei ist es hilfreich, gewisse Grundlagen zu verstehen und für sich geklärt zu haben.

FÜNF THEOLOGISCHE GRUNDLAGEN

1. Gottes Willen in Gottes Wort
Eine wahre Fundgrube darüber, wie Gott denkt und was er will, finden wir in der Bibel. Sie bildet die Grundlage aller Grundlagen. Wer sie kennt, der kann Falschgeld von echten Banknoten unterscheiden, also gottlose Wege, die von Gott wegführen, von Wegen, die er mit uns zusammen gehen will.

2. An Jesus glauben
Glaube verbinden wir oft mit einer Zustimmung zu „theologischen“ Aussagen: Ich glaube, dass Jesus Gottes Sohn ist, dass er gestorben und auferstanden ist – und so weiter. Diese Bedeutungsvariante beleuchtet aber nur einen, wenn auch wichtigen Aspekt. Das griechische Wort für Glauben ist nach einschlägigen Wörterbüchern fast immer mit „Vertrauen“ zu übersetzen. An Jesus Christus zu glauben, heißt demzufolge, Jesus zu vertrauen. Welche umfassende Dimension dieses Vertrauen hat, können wir daran erkennen, wie Jesus seine ersten Jünger beruft: „Kehre reuevoll um und folge mir nach!“ Die radikale Aufforderung, alles stehen und liegen zu lassen, folgte oft einer eindrücklichen Begegnung mit Jesus. Petrus zum Beispiel erkannte beim Fischfang dessen außergewöhnlich große Autorität. Die Berufungen der Jünger helfen uns, die Bedeutung von „an Jesus glauben“ und „ihm vertrauen“ zu erfassen. Im Klartext geht es gleich am Anfang der Nachfolge darum, die eigene Lebensführung Jesus und Gott anzuvertrauen. Schon beim Startschuss wird es sehr konkret. Das ist eine erste Grundlage, die geklärt sein sollte: Haben Sie Ihre Lebensführung komplett in die guten Hände Gottes gelegt? So beginnt Jüngerschaft.

3. Den alten Menschen ablegen
Es klingt wie eine Formulierung aus längst vergangenen Zeiten, aber sie beschreibt die dritte notwendige Voraussetzung, um Gottes Willen zu erkennen. In der Taufe – so ist es in Römer 6 zu lesen – legen wir den „alten Menschen“ ab. Der alte Mensch ist der sich selbst bestimmende Mensch, der ohne Gott zu fragen (und auf ihn zu hören) Entscheidungen trifft. Interessanterweise doppelt die Taufe das, was in der Bekehrung zu Jesus Christus geschehen ist: die Anerkennung von Jesus als „unseren Herrn“. Mit der Taufe kommt die erweiterte Dimension der Öffentlichkeit hinzu. Öffentlich bekennt ein Nachfolger Christi, dass er von nun an einem anderen Herrn dienen und folgen will. Aus dem Taufwasser taucht der „neue Mensch“ auf, der mit dieser Symbolhandlung bekennt, dass er künftig seine Lebensführung an Jesus abgibt.

4. Umdenken
Zur Frage der Hingabe eines Menschen an Jesus Christus und Gott schreibt Paulus im Römerbrief: Die einzige angemessene Reaktion auf die Barmherzigkeit und Liebe Gottes ist die, dass wir unser Leben wie ein Opfer auf den Altar legen (12,1). Das bedeutet im Klartext, zu sagen: „Gott, du darfst mit meinem Leben machen, was du willst.“ Und ein Zweites schreibt Paulus im Anschluss: Christen sollen sich nicht der Gesellschaft anpassen – also der Mehrheit der Mitmenschen, für die Gott beim Nachdenken und Entscheiden keine Rolle spielt. Christen werden hingegen aufgefordert, ihr Denken erneuern zu lassen. Dahinter verbirgt sich das oben beschriebene Verständnis, dass Jesus-Nachfolger einem anderen Herrscher gehören – nicht zum Herrscher dieser Welt, der für die meisten Menschen gar nicht existiert. Nach Paulus prallen hier zwei Welten aufeinander: Licht und Finsternis. Lüge und Ehrlichkeit. Mitfühlende Liebe gegenüber emotionaler Beziehungskälte. Gelebte Rücksicht versus Menschen, die ihren eigenen Vorteil suchen.

Den vollständigen Artikel können Sie in der Ausgabe 6/17 in CHRISTSEIN HEUTE nachlesen.


Noch keine Kommentare

Sie müssen eingeloggt sein um Kommentare zu schreiben


Christsein heute

... alles, was
Freie evangelische
Gemeinden bewegt!


Jetzt bestellen


Service

Der FeG-Shop

Bücher & anderes aus dem FeG-Kosmos:


Zum Shop>>>

Immer wieder inspirierend

Bleiben Sie auf dem Laufenden


Regelmäßig über neue Projekte aus dem Bundes-Verlag informiert werden und Infos und Inspiration aus der Redaktion abonnieren.


 

Kontakt zur Redaktion

Sie möchten Kontakt mit uns aufnehmen? Dann klicken Sie doch bitte hier.

Lust auf mehr?

Weitere Zeitschriften aus dem Bundes Verlag

Informieren Sie sich hier über weitere Zeitschriften und Angebote des Bundes-Verlags.

 

© 2017 SCM Bundes-Verlag gGmbH - Impressum - Allgemeine Nutzungsbedingungen - Kontakt