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Von Johannes Krupinski


"Vielzahl an Modellen"

Hilfreiche Wege zu einem Miteinander in Gemeinde

Wieso, weshalb, warum?“ Immer wieder die gleiche Frage: „Was müssen wir als Gemeinde tun, damit Teens und Jugendliche in unseren Gottesdienst kommen?“ Meine ehrliche Antwort, die mein Gegenüber meistens etwas irritiert: „Ich habe keine Ahnung!“ Wie gerne würde ich weiterhelfen! Wie gerne würde ich ein Konzept aus der Schublade holen oder per E-Mail verschicken! Kann ich aber nicht. Wie oft habe ich mir über diese Frage den Kopf zerbrochen? Wie oft habe ich versucht, den Spagat doch irgendwie hinzubekommen? Wie viele Kompromisse bin ich in meiner gemeindlichen Karriere schon eingegangen? Wie oft war ich unglücklich oder jemand anders oder wir beide? Wie oft habe ich mich schon selbst auf die Suche nach dem Masterplan gemacht, ohne ihn zu finden? Dabei dreht es sich nicht nur um das Thema Musik, was in diesem Zusammenhang oft als K.o.-Kriterium angebracht wird; sondern ehrlicherweise werden Anfragen an den Gottesdienststil, die Startzeit, den Ort und die Inhalte gestellt. Je mehr ich mich mit der Frage beschäftige, umso mehr frage ich mich, ob nicht schon die Ausgangsfrage auf ein ganz anderes Problem hinweist.

GOTTESDIENST KONTRA AUFTRAG
Könnte es sein, dass manche Gemeinde sich zu sehr um die Frage dreht: „Wie können wir alle gemeinsam Gottesdienst feiern und damit glücklich sein?“, statt ihren eigentlichen Auftrag zu erfüllen? Um diese Frage ehrlich beantworten zu können, lohnt es sich, die Motive zu reflektieren, die zu der eingangs genannten Frage führen. Steht dahinter vielleicht die Annahme, dass der sonntägliche Gottesdienst heilsnotwendig ist? Oder geht es um die Sorge, dass zu viele Reihen leer bleiben? Sind die Gemeindefinanzen im Blick und damit die Sorge um die Zukunft der Gemeinde? Kurzum: Geht es bei der Frage nach Teens und Jugendlichen im Gottesdienst um sie als Personen und ihre Beziehung zu Jesus, oder um die Zukunft der Gemeinde? Ein weiterer wichtiger Punkt in dieser Fragestellung ist der Auftrag, den Gemeinde hat. Ihren Auftrag kann Gemeinde nicht wählen oder willkürlich bestimmen. Der Auftrag von Gemeinde leitet sich vom Missionsbefehl ab, den Jesus seinen Jüngern kurz vor seiner Rückkehr zum Vater gibt (vgl. Matthäus 28,16-20). Gemeinde hat demnach den Auftrag, Menschen zu Jüngern zu machen (die gute Nachricht Jesu zu verkündigen) und sie dabei zu unterstützen, als Jünger zu wachsen (beständig in der Lehre Jesu bleiben). Es geht also, so einfach das auch klingt, in allererster Linie um Menschen und nicht um Formen, Angebote, Gebäude und Institutionen. Gemeinde, die um sich selbst kreist und sich ständig damit beschäftigt, wie sie ihr Zusammenkommen für sich besser und toller gestalten kann, steht in der Gefahr, ihren Auftrag aus dem Blick zu verlieren. Oder hat sie diesen bereits aus dem Blick verloren? Alles, was Gemeinde tut, muss ihrem Auftrag dienen. Deshalb muss sich Gemeinde auch immer wieder die Frage stellen: Wie können wir Menschen mit Jesus bekannt machen und welche Formen sind dazu in unserer Zeit und an unserem Ort hilfreich? Das heißt für uns als Gemeinde, dass ein WIREINANDER der Generationen oder der Milieus nicht ein Ziel unserer Gemeindearbeit ist, sondern aus dem gelebten Auftrag resultiert.

Den vollständigen Artikel können Sie in der Ausgabe 11/17 in CHRISTSEIN HEUTE nachlesen.


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