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Würde vom Anfang bis zum Ende

Woher der Mensch als Teil der Schöpfung sein Recht auf Leben bezieht, beleuchtet Pastor Michael Schröder in seiner Bibelarbeit zu 1. Mose 1,26-27. Für ihn ist klar: Fähigkeiten bestimmen in keinem Fall den Wert eines Menschen.

Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst?“ (Psalm 8,5). Der Dichter des achten Psalms schaut in den hellen orientalischen Sternenhimmel. Das alles, so seine Erkenntnis, hat Gott geschaffen. Der Mond und die unzähligen Sterne am Himmel sind durch ihn geworden. Angesichts dieser unfassbaren Größe Gottes stellt sich die Frage, welchen Platz der Mensch einnimmt. Ist er nicht nur ein winziges Staubkorn im Universum? Doch der Psalm hat einen anderen Blick. Er sieht, dass der Mensch eine besondere Würde hat. Er ist nur wenig niedriger als die himmlischen Wesen. Diese Einsicht geht vor allem auf das zurück, was wir im ersten Kapitel der Bibel über den Menschen lesen, wo es heißt:„Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau“ (1. Mose 1,26-27).Die ersten elf Kapitel der Bibel werden meist als Urgeschichte bezeichnet. Hier werden grundlegende Aussagen über Gott, sein Wirken als Schöpfer, die Welt und die Menschen gemacht. Es wird erzählt, wie die ursprüngliche gute Absicht in ihr Gegenteil verkehrt wird. Die Menschen lehnen sich gegen ihren Schöpfer auf, hören nicht auf ihn und wollen am Ende so sein wie er. Das erste Kapitel lässt uns staunen, wie alles Leben sich dem Wirken Gottes verdankt, und es wird deutlich, welche Bestimmung der Mensch hat. Gerade diese beiden Verse aus 1. Mose 1,26-27 haben im Laufe der Jahrhunderte eine breite Wirkung entfaltet. Nicht nur Ausleger, sondern auch Literaten und Philosophen haben immer wieder neue Aspekte dieser Worte herausgestellt. Selbst die ersten Worte unseres Grundgesetzes („Die Würde des Menschen ist unantastbar“) sind in ihrer vollen Wirkung ohne 1. Mose 1 nicht angemessen zu verstehen.

MENSCH, GESCHÖPF, GEGENÜBER
Der Mensch nimmt in der Schöpfung eine doppelte Rolle ein: Zum einen wird für ihn kein eigener Tag „reserviert“. Es werden alle Tiere, die auf dem Erdboden leben, am selben Tag wie der Mensch erschaffen. Die Beziehung zwischen Tieren und Menschen ist vom Herrschaftsauftrag geprägt. Später tritt die Aufgabe des „Bauens und Bewahrens“ des Gartens hinzu (1. Mose 2,15). Es lässt sich nicht daraus ableiten, dass der Mensch als Krone der Schöpfung anzusehen ist, er steht vielmehr in einer Reihe mit den anderen Geschöpfen. Gleichzeitig wird er aber auch herausgehoben, weil seiner Erschaffung zum ersten Mal eine Selbstberatung bzw. eine Selbstaufforderung Gottes vorangeht („Lasset uns Menschen machen“). Es deutet sich an, dass der Mensch nicht nur zu Gemeinschaft mit anderen Geschöp-fen bestimmt ist; er ist vielmehr Gottes Gegenüber, sein Ebenbild. Er ist fähig, mit seinem Erschaffer zu reden, er kann ihn hören, und er soll auf ihn hören. Das zeichnet ihn aus, das hebt ihn heraus: Der Mensch ist Gottes Ebenbild – das ist seine besondere Würde!

Den vollständigen Artikel können Sie in der Ausgabe 03/18 in CHRISTSEIN HEUTE nachlesen.


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