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Verliebt in Deutschland

Gert J. Steyn über seine Liebe zu Deutschland, zur Bibel und wie ihm die Theologie in die Wiege gelegt wurde.

Als ich 1990 zum ersten Mal nach Deutschland kam, habe ich mich sofort in dieses Land verliebt“, sagt Professor Gert Steyn. An unserer Theologischen Hochschule Ewersbach (THE) hat er seit 2017 den Lehrstuhl „Neues Testament“ inne. Zuvor war er viele Jahre Professor an der Universität von Pretoria in Südafrika. Die Liste seiner Auszeichnungen und akademischen Mitgliedschaften ist beeindruckend lang.Vor 300 Jahren sind die Vorfahren des Professors von Friesland nach Südafrika ausgewandert. Während eines mehrmonatigen Stipendiums in Münster wurde ihm schnell klar: „Ich habe europäische Wurzeln. Deutsche Tugenden wie Ehrlichkeit, Fleiß und Pünktlichkeit sind mir aus meinem Elternhaus vertraut. Ich merkte: Die Leute hier denken wie ich. Ich habe mich sofort zu Hause gefühlt – viel mehr als in der afri-kanischen Kultur.“ Dieses Gefühl von „Zuhause“ empfand er zehn Jahre später immer noch.

EWERSBACH ALS GESCHENK
In seinem Geburtsland dagegen fühlten Gert Steyn und seine Frau Ronel sich zunehmend unwohl. „Kriminalität und Arbeitslosigkeit sind in den letzten Jahren drastisch gestiegen. Meine Frau ist dreimal fast zu einem Entführungsopfer geworden. Das letzte Mal war besonders traumatisch, da ist sie dem Entführer nur haarscharf entkommen. Wir haben für uns entschieden: Wir möchten so nicht alt werden. Jetzt genießen wir die Freiheit, Ruhe und Sicherheit in Deutschland jeden Tag voller Dankbarkeit als ganz großes Geschenk.“Als Geschenk empfindet Ehepaar Steyn auch Ewersbach und Umgebung: „Große Teile von Südafrika sind ja Semi- Wüste. Wir haben uns immer nach Bergen und Wäldern gesehnt!" Professor Steyn schmunzelt: „Nun endlich können wir aus vollem Herzen das Psalmwort beten: ‚Ich schlage meine Augen auf zu den Bergen, woher meine Hilfe kommt.‘“ So ist es verständlich, dass Gert Steyn sich auf die Ausschreibung der THE für die Professur Neues Testament beworben hat, obwohl er sich keine großen Chancen ausrechnete: „Die Konkurrenz für neutestamentliche Stellen in Deutschland ist groß und es gibt ungefähr 70 Habilitanden im Neuen Testament, die gut qualifiziert sind für eine ausgeschriebene Stelle. Und da ich 1962 geboren bin, bin ich ja auch nicht mehr so ganz jung. Gott sei Dank gab es von verschiedenen Seiten die Ermutigung, es trotzdem zu versuchen.“


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