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Heimat verlieren und gewinnen

Markus Endlich liebt es, mit dem Wohnwagen durch Europa zu touren. Doch nach einiger Zeit macht sich meist das Heimweh breit. Über die Sehnsucht nach dem Zuhause und warum wir Christen keine Angst haben müssen, unsere Heimat zu teilen.

Wenn wir uns dann unserer Heimatstadt Hamburg vom Süden her über die Elbbrücken nähern, kurbele ich manchmal die Autoscheibe herunter, um den „Duft der Stadt“ wahrzunehmen: diesen markanten Geruch aus Elbluft, Industrie und Großstadt. Jetzt kann ich das Navi abstellen, denn den Weg nach Hause kenne ich gut. In unserer Siedlung angekommen, grüßen die Nachbarn am Gartenzaun. Ich bin dort, wo ich hingehöre. Hier ist meine Heimat. Heimat, das ist dort, wo ich mich auskenne, wo man mir nichts erklären muss. Es ist der Ort, an dem ich sicher bin. Hier kann ich nicht vertrieben werden. Hier spricht man meine Sprache, hier treffe ich Familie und Freunde. Wir Menschen sehnen uns nach diesem Ort. Heimat ist ein Grundbedürfnis, das wir alle miteinander teilen.

HEIMATGEMEINDE?
Allerdings ist Hamburg nur für die wenigsten aus meiner Gemeinde ihre ursprüngliche Heimat. Jeden Sonntag feiern wir hier in der CityChurch drei Gottesdienste mit Menschen aus ca. 40 Nationen. Sie sind aus unterschiedlichsten Gründen in Hamburg. Viele kamen wegen des Berufs oder des Studiums, andere wegen der Liebe. In letzter Zeit sind aber auch viele Geflüchtete unter ihnen. Sie mussten ihre Länder wegen Verfolgung oder wirtschaftlicher Not verlassen. Aber nicht nur sie haben ihre Heimat verloren, sondern auch die Menschen, die hier aufgewachsen sind, „verlieren“ zunehmend ihr Zuhause. Eine ältere Dame sagte neulich zu mir: „Wenn ich mit der U-Bahn fahre, dann bin ich im Waggon die einzige Deutsche. Ich fühle mich, als ob ich in Teheran oder Istanbul wäre, aber nicht mehr in meiner Heimatstadt Hamburg.“Auch in der Gemeinde wird dieses Gefühl spürbar. Die Kirche galt jahrhundertelang als Ort, an dem es keine oder nur wenig Veränderung gab. Die Lieder, die Liturgie, die Kleidung – alles blieb hier über viele Generationen beständig. Und auch für uns Freikirchler war unsere „Gemeindetradition“ ein verlässlicher Anker. Das hat sich in den letzten zehn Jahren gewaltig geändert. Die überwiegende Mehrheit unserer Gemeinden erlebt einen rasanten Wandel. Viele Menschen aus anderen Kulturkreisen stoßen zu uns und verändern das heimelige Gefühl von der Gemeinde als Rückzugsort. Auch der kulturelle Wechsel in unseren Gemeinden ist gewaltig: Andere Lieder, andere Sprache, andere Kleidung. Manch einer ist irritiert: „Ich weiß gar nicht, ob ich mich in der Gemeinde noch zu Hause fühlen kann. Ist das noch meine Heimat?“

Den vollständigen Artikel können Sie in der Ausgabe 05/18 in CHRISTSEIN HEUTE nachlesen.


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