» christsein-heute.de 

 


Besserwisser - Vorbilder - Lernende

Im letzten Teil der Serie „Alt werden an Gottes Seite“ geht es um das WIREINANDER der Generationen und die Frage, wie sich Alt und Jung in der Gemeinde nicht blockieren, sondern wertschätzend begegnen und gegenseitig bereichern können.

Seit einigen Jahren gibt es in der Gesellschaft eine Diskussion, die in dieser Heftigkeit neu ist. In allen Parteien melden sich junge Leute zu Wort und protestieren dagegen, dass alte Politiker vorrangig Politik für die Interessen der Alten machen. Die Vorwürfe sind hart. So heißt es etwa, „die Alten“ beuten die junge Generation mittels der Renten- und Familienpolitik aus. In England haben Umfragen gezeigt, dass beim Brexit vorwiegend konservative, ältere Menschen die EU verlassen wollen. Viele junge Leute sehen darin einen Verrat an ihrer Zukunft und protestieren lautstark dagegen. Die Jungen fühlen sich von den Alten nicht respektiert und kämpfen dagegen an. Der Riss, der durch die Gesellschaft geht, scheint immer tiefer zu werden.

SENIOREN GEHÖREN ZUR GEMEINDE
In der Gemeinde reden wir hingegen vom WIREINANDER. Wir denken darüber nach, was wir einander bedeuten können und wie das Miteinander gelingen kann. Der Grund dafür, dass wir die Frage überhaupt derart thematisieren, liegt darin, dass auch in der Gemeinde das Miteinander von Alt und Jung durchaus oft konfliktbeladen ist. Und das, obwohl die Gemeinde anders tickt als der Rest der Welt. Machen wir uns klar: Die Gemeinde Jesu ist ein soziologisches Unikat. Sie ist etwas Einmaliges auf unserem Planeten, weil sie einen Herrn hat, der außerhalb von ihr steht und gleichzeitig ihr Haupt ist. Die Gemeinde gehört nicht den Gründern, Spendern oder Mitgliedern. Sie kann nicht tun oder lassen, was ihr gefällt. Vielmehr muss sie darauf hören, was ihr Herr in unserer Zeit mit ihr vorhat. Das Wesen und der Auftrag sind vorgegeben und in Gottes Wort festgelegt. Dazu gehört, dass die Gemeinde nach Gottes Willen ein Leib aus unterschiedlichen Körperteilen sein soll. Deshalb gehören auch Senioren selbstverständlich zur Gemeinde. Aber sie sind eben nicht die einzigen, sondern nur Teil der von Jesus gewollten Vielfalt. Deswegen kann Gemeinde weder ein altmodisch-miefiger Verein zur christlichen Traditionspflege sein, noch ein angesagt-hipper Jugendclub, in dem man bei Jesus abhängen kann. Darüber hinaus sind die Arbeit für Jesus und das Engagement in der Gemeinde für jeden Christen und somit auch für alte Menschen Teil ihres Glaubenslebens. Das geht niemals gegen die junge Generation, sondern nur gemeinsam mit ihr. Das Argument „Das war schon immer so“ hat null Gramm geistliches Gewicht! Für die Einstellung „Hauptsache anders als bisher“ gilt das allerdings genauso.


Noch keine Kommentare

Sie müssen eingeloggt sein um Kommentare zu schreiben


Christsein heute

... alles, was
Freie evangelische
Gemeinden bewegt!


Jetzt bestellen


Service

Der FeG-Shop

Bücher & anderes aus dem FeG-Kosmos:


Zum Shop>>>

Kontakt zur Redaktion

Sie möchten Kontakt mit uns aufnehmen? Dann klicken Sie doch bitte hier.

Lust auf mehr?

Weitere Zeitschriften aus dem Bundes Verlag

Informieren Sie sich hier über weitere Zeitschriften und Angebote des Bundes-Verlags.

 

© 2018 SCM Bundes-Verlag gGmbH - Impressum - Datenschutz - Kontakt