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Von Josef Zolk


© Deutscher_Raiffeisenverband

Gemeinsame Gerechtigkeit

Vor 200 Jahren wurde Friedrich Wilhelm Raiffeisen geboren. Die Ideen des Genossenschaftsgründers und Sozialreformers sind bis heute modern und prägen vielfach das wirtschaftliche und soziale Handeln in Deutschland, Europa und weltweit, wie Josef Zölk erörtert.

Raiffeisen: Der Name ist ein Markenzeichen. Er steht für Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung, und für die demokratischen und sozialen Grundprinzipien der Genossenschaften. Die Gründerväter Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch haben die Werte der genossenschaftlichen Arbeit definiert und Grundlagen geschaffen für bessere ökonomische und soziale Bedingungen und Entwicklungen. Der 200. Geburtstag von Raiffeisen bietet eine gute Gelegenheit, auch seine Person bekannter zu machen – denn seine Ideen leben und seine Leitlinien stehen für wirtschaftlich solide, sozialverträgliche und zukunftsfähige Entscheidungen.

Rund 8.000 genossenschaftlich organisierte Unternehmen gibt es in Deutschland, sie verteilen sich auf alle Branchen, vom Bankenwesen über die Gesundheit bis zum Einzelhandel, von der Landwirtschaft bis zum Wohnungsbau, vom kleinen Familienbetrieb bis zum großen Unternehmen. Allen ist eines gemeinsam: Teilhabe für alle, Gemeinsinn statt Partikularinteresse.

REGIONAL, SOLIDARISCH UND NACHHALTIG

Genossenschaftsbanken sind regional verwurzelt und wertorientiert. Partnerschaft, Transparenz, Solidarität und Verantwortung bilden die Grundlage des Handelns. Wohnungsgenossenschaften sind eine etablierte Größe – mit über 2,2 Millionen genossenschaftlichen Wohnungen in Deutschland. Energie- und Agrargenossenschaften sind eine nachhaltige Möglichkeit, in Zeiten des Klimawandels und der Energiewende aktiv zu werden und wirtschaftliche Prozesse mitzugestalten. In Schülergenossenschaften werden junge Menschen aktiv an wirtschaftliche und soziale Themen herangeführt. Das Genossenschaftsmodell ist nicht nur in Deutschland zu Hause. Weltweit sind rund eine Milliarde Menschen in Genossenschaften organisiert. Unabhängig von einer Mitgliedschaft haben rund drei Milliarden Menschen mit Genossenschaften zu tun. Die Globalisierung und die mit ihr einhergehenden Herausforderungen machen es so wichtig, dass Menschen sich zusammenschließen, um in ihrem wirtschaftlichen Handeln erfolgreich zu sein. Als Einzelner ist es schwer, zum Ziel zu kommen – gemeinsam kann es jedoch gelingen. Immer mehr Menschen streben danach, mit ihrer Arbeit nicht nur Geld zu verdienen, sondern sie legen auch Wert auf Gerechtigkeit, Regionalität und den Schutz der Natur. Das alles ist in der Genossenschaftsidee angelegt.

MUTIGE ENTSCHEIDUNG AM ANFANG

Der junge Bürgermeister Friedrich Wilhelm Raiffeisen wurde schon kurz nach seinem Amtsantritt 1845 vor große Herausforderungen gestellt: Das Schulgebäude war in einem desolaten Zustand und eine Hungersnot drohte auch seiner Gemeinde, dem kleinen Ort Weyerbusch unweit von Koblenz. Viele Bauern waren verarmt und konnten sich nicht mal mehr das Mehl leisten, um Brot zu backen. In dieser Situation erhielt Raiffeisen eine Kornlieferung von der Regierung, die er an die Armen verkaufen sollte. Doch wie sollten die Bauern das Korn bezahlen? Raiffeisen, der überzeugte Christ, traf eine mutige Entscheidung und gab das Getreide gegen Schuldscheine an die Bauern aus, obwohl er dadurch sein Amt riskierte. „Wehe, es entsteht Schaden für die Regierung“, hatte der Landrat gedroht.

Den vollständigen Artikel können Sie in der Ausgabe 09/18 in CHRISTSEIN HEUTE nachlesen.


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