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Von Detlef Kühne


Die junge Generation gewinnen

Gemeindeleitung der Zukunft muss sich ändern, wenn sie weiter bestehen will. Detlef Kühne gibt aus seinem Erfahrungsschatz Hinweise, wie Leitung für eine veränderte Generation vernetzen und begeistern kann, statt von oben herab zu führen.

Ich saß am ersten von vier Tagen in Rapperswil am Zürichsee als Teilnehmer der „Prisma+ Tour“ und kämpfte mit Gefühlen zwischen Begeisterung und Verzweiflung. Was Reto Pelli und seine Mitstreiter uns Teilnehmenden aus Gemeinden in Deutschland, Österreich und der Schweiz schilderten, musste einen Grund haben. Wie konnten sie derart innovativ und kreativ Gemeinde entwickeln? Wie alte Zöpfe des Gemeindealltages abschneiden und zielstrebig umsetzen, was die Gemeinde zukunftsfähig machte? Irgendwann konnte ich nicht mehr an mich halten und fragte die entscheidenden ersten Fragen: Wie wählt ihr eure Gemeinde-leitung? Wie findet ihr geeignete Gemeindeleiter? Seine Antwort lief auf das hinaus, was ich in den letzten Jahren beobachtet und geschlussfolgert hatte, in denen ich nicht nur als Pastor einer Ortsgemeinde, sondern auch als Bundesvertrauenspastor und Coach viele Gemeinden kennengelernt hatte.

GEMEINDELEITUNG, DIE JUNGE MENSCHEN BEGEISTERT

Was hatte ich beobachtet? Ohne das empirisch nachweisen und beweisen zu können, habe ich immer wieder die gleichen Erfahrungen gemacht: Gemeinden stehen oder fallen mit ihren Gemeindeleitungen! Und damit meine ich nicht nur die auf verschiedene Weise gewählten Ältesten, sondern auch die Pastoren und Pastorinnen. Sie bilden im Bund FeG in aller Regel zusammen die Gemeindeleitung, oft auch „Ältestenkreis“ genannt. Ob eine Gemeinde eine gute Entwicklung nimmt, ist von vielen Faktoren abhängig – aber der Faktor Leitung ist entscheidend. Auffallend finde ich, dass auch über unseren Bund hinaus gerade die Gemeinden ein gutes Wachstum zeigen, die durch starke und innovative Leitende geführt werden, deren Leitung auch von den Gemeindegliedern akzeptiert wird. Die Leitungsteams dieser Gemeinden haben in der Regel eine Mischung von Kompetenzen, die sich ergänzen und ermöglichen, dass Ziele auch umgesetzt werden. Sie verstehen es, Menschen zu begeistern und mitzunehmen, ohne sich rein hierarchischer Leitungsmethoden zu bedienen. Gerade die „Generation Y“ – junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren – wollen beteiligt werden und mitentscheiden. Sie akzeptieren keinesfalls Leitung, die sich einfach nur auf ihr Amt bezieht. Schaut man sich erfolgreiche Gemeinden genauer an, gelingt genau das: Es wird klar geleitet und zugleich beteiligt, es wird kommuniziert und mit hineingenommen in die Verantwortung. Es wird nicht gefordert, sondern begeistert.

LEITUNGSFRAGE IST ÜBERLEBENSFRAGE

Leider gibt es auch das Gegenteil: Gemeindeleitungen, die nicht leiten, sondern manipulieren, die eher durch Nicht-Kommunikation auffallen und in ihrer Leitungsarbeit intransparent sind. Die versuchen, mit zwei Gemeindeversammlungen im Jahr die Gesamtgemeinde zu beteiligen und die sich wundern, wenn immer mehr – insbesondere junge – Gemeindeglieder sich verweigern oder sogar die Gemeinde verlassen.

Ich glaube, wir stehen an einer entscheidenden Stelle für unsere Gemeinden. Nur die Gemeinden werden langfristig überleben und wachsen, die lernen, in einer der heutigen Zeit angemessenen Art zu leiten, die zugleich zutiefst biblisch ist. Diese Form der Leitung erfordert ein Umdenken bei den Leitenden, aber auch bei Gemeinden. Sie erfordert eine hohe Kompetenz in Fragen der Kommunikation und Gestaltung von Meinungsbildungsprozessen. Ich möchte diese Form der Leitung „Vernetzte hierarchielose Leitung“ nennen. Die Impulse dazu fand ich in einigen neuen säkularen Büchern zum Thema, insbesondere das Buch „Hierarchielos führen“ von Michaela Moser möchte ich empfehlen. Aber am meisten inspiriert hat mich die Bibel selbst, denn sie beschreibt genau solch eine Leitung!

 

Den vollständigen Artikel können Sie in der Ausgabe 12/18 in CHRISTSEIN HEUTE nachlesen.


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