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Von Annekatrin Warnke


© Deutscher_Raiffeisenverband

Enweder ganz oder gar nicht

Aus einem verschüchterten Jungen ist Johannes Radtke geworden, der andere Menschen herausfordert und sie zum Glauben an Jesus einlädt. Annekatrin Warnke porträtiert den jungen Missionar und beschreibt, wie er dazu gekommen ist.

Ich staune immer wieder darüber, wie sehr Gott mich in den letzten fünf Jahren verändert hat“, sagt Johannes Radtke. „Ich war ein grottenschlechter Schüler, wäre zweimal fast sitzen geblieben. Das lag vor allem daran, dass ich mich im Unterricht nicht beteiligte, weil ich schüchtern war. Zwei Jahre vorm Abi hat Gott angefangen, mich zu verändern. Ich bin ein guter Schüler geworden – mit super Noten. Noch wichtiger: Ich predige heute sehr gerne. Auch vor 300 Jugendlichen wie beim SPRING Festival 2016 und 2017.“

Johannes ist heute 22. Seit Mai 2017 hat er einen unbefristeten Arbeitsvertrag im Jugendmissionswerk „Jugend für Christus“ (JFC) in Mühltal bei Darmstadt. Als Missionar ist er für die Leitung und Schulung der Volontäre im Bereich Lifeliner zuständig. Der „Lifeliner“ ist ein beeindruckend großer, amerikanischer Truck und für evangelistische Veranstaltungen in ganz Deutschland unterwegs.

STRENGE REGELN STATT CHRISTSEIN

Für Johannes ist es schwierig, die Frage nach einem christlichen Elternhaus zu beantworten: „Ich bin in die Neuapostolische Kirche (NAK) hineingeboren worden. Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel – alle gehörten dazu. Heute hat sich vieles verbessert. Die NAK öffnet sich nach außen. In meiner Kindheit waren die Strukturen aber sektenähnlich. Es gab Regeln, die streng befolgt werden mussten: Gottesdienstbesuch war einmal unter der Woche Pflicht, sonntags sogar zweimal am Tag. Wir Kinder mussten dort immer ganz still sein, durften kein Geräusch von uns geben. Eine persönliche Beziehung zu Gott wurde nicht gelebt. Im Alltag beschränkte sich das ‚Christsein‘ in unserer Familie auf das Beten vor dem Essen.“

Es war die Mutter von Johannes, die da schon immer einen Schritt weiter war. Sie betete mit ihrem kleinen Jungen auch abends am Bett. Als „Jojo“ drei Jahre alt war, befasste sich seine Mutter mithilfe eines Aussteigerforums immer mehr mit den Hintergründen dieser Kirche. „Sie wollte einfach nicht, dass ich unter diesem ganzen Druck und den Dogmen aufwachse, deshalb verließ sie die NAK. Dieser Schritt war für sie nicht leicht. Wenn sie nicht im Gottesdienst erschien, erfolgten oft Anrufe und Nachfragen von Gemeindeverantwortlichen – und nicht selten gab es Vorwürfe. Ihre Eltern haben irgendwann den Kontakt zu ihr abgebrochen und auch mein Vater hatte kein Verständnis für ihre Entscheidung, es gab viel Streit. Heute bin ich von Herzen dankbar für ihren mutigen Schritt.“

Den vollständigen Artikel können Sie in der Ausgabe 10/18 in CHRISTSEIN HEUTE nachlesen.


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