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Von Martin Gundlach


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Heute ist es anders krass!

„Krasse Zeiten – Starker Glaube“: Das ist das Jahresthema für die Freien evangelischen Gemeinden im Jahr 2019. Im Herbst 2018 startet die Aktion mit den Mitarbeitertagungen und mit einem Buch. Die Bundessekretäre Henrik Otto und Bernd Kanwischer, zwei der Initiatoren, stellen im Gespräch mit Martin Gundlach die Idee hinter der Aktion vor.

Henrik, Bernd, wie kam es zur Idee von „Krasse Zeiten – starker Glaube“?

Henrik Otto (HO): Wir erleben bewegte Zeiten. Manche beurteilen sie als krisenhaft und es besteht tatsächlich die Gefahr, dass Christen und Gemeinden sich mehr und mehr voneinander entfernen. Das erleben nicht nur Freie evangelische Gemeinden so, sondern das betrifft die gesamte evangelikale Szene.

Bernd Kanwischer (BK): Gleichzeitig liegen in diesen Zeiten auch besondere Chancen. Diese möchten wir unbedingt nutzen.

Welche Chancen sind das?

BK: Wir können neu klären: Was trägt wirklich? Was ist unsere gesunde, starke Mitte? Was verbindet uns? Wir können Orientierung, Klärung und Vergewisserung fördern.

Sind unsere Zeiten wirklich besonders krass oder waren sie das nicht schon immer – jeweils für die Menschen in ihrer Zeit?

BK: Ein Ausdruck der krassen Zeiten jetzt ist natürlich der beschleunigte Wandel. In den Dreißigerjahren des letzten Jahrhunderts hat man sich erstmalig mit Veränderungsprozessen beschäftigt und das Bild von gefrorenem Eis verwendet. Ein gefrorener Zustand wird aufgetaut und später wieder eingefroren: freeze – unfreeze – refreeze. Der aufgetaute Zustand symbolisierte Veränderung als Ausnahmezustand. Heute leben wir nachweislich in einer Zeit, in der Veränderung nicht die Ausnahme, sondern der Normalfall ist.

HO: Ja, es gab schon viele herausfordernde Zeiten, keine Frage. Es geht auch nicht ums Vergleichen. Heute ist es anders krass, und zwar anders als jemals zuvor. Während in vormoderner Zeit Veränderungen innerhalb eines Menschenlebens kaum wahrnehmbar waren, geht heute alles rasend schnell. So hat beispielsweise das Smartphone unsere Lebensweise innerhalb von zehn Jahren nachhaltig verändert. Im Internet kursiert das Bild einer offenen Handfläche, in die eintätowiert ist: „Wenn Sie diesen Text lesen können, hat jemand mein iPhone geklaut.“ Wenn man nun bedenkt, dass auch Smartphones bald schon wieder Geschichte sein könnten …

BK: Es geht aber nicht nur um Technik. Auf Gemeinde bezogen gibt es soziale Phänomene, die uns krass herausfordern. Ich kenne eine FeG in Duisburg, die in einem multikulturellen Stadtteil lebt. Der Stadtteil könnte überall auf der Welt sein, die Beschilderung der Geschäfte ist fremdsprachig.

HO: Ich verstehe, was du meinst. Innerhalb kürzester Zeit wurden in einer Gemeinde in Bayern etwa so viele Geschwister mit Migrationshintergrund getauft wie die Gemeinde Mitglieder hat. Das sind ganz neue – schöne! – Herausforderungen.

 

Den vollständigen Artikel können Sie in der Ausgabe 11/18 in CHRISTSEIN HEUTE nachlesen.


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