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Reizthema Kinder im Gottesdienst

Ob überhaupt und wenn ja, wann schicken wir sie raus? Die Frage nach Kindern im Gottesdienst gehört zu den viel diskutierten Gemeindefragen. Was macht eine Gemeinde, wenn am Anfang des sonntäglichen Gottesdienstes die Kinder den Erwachsenen die Plätze wegnehmen und diese solange stehen müssen, bis die Kindergottesdienste beginnen?

Für manch einen löst sich die Raumfrage auf einfache Weise, in dem er die Kinder kurzerhand aus dem Gottesdienst verbannt. Für andere ist es grundsätzlich wichtig, dass Kinder an diesem zentralen Treffpunkt der Gemeinde teilnehmen. Nachstehend  nden sie Praxisbeispiele, wie sieben Freie evangelische Gemeinden diese Frage für sich lösen.

FEG GUMMERSBACH

ANDREA RENFORDT, KIGO-LEITERIN UND GEMEINDELEITUNGSMITGLIED (300 GEMEINDEMITGLIEDER, 70 KINDER MIT BABYS)

1. Sind Kinder am Anfang des Gottesdienstes dabei oder treffen sie sich von vornherein separat?

Alle Kinder sind am Anfang des Gottesdienstes dabei.

2. Warum haben Sie sich für diesen Weg entschieden?

Als Gemeinde aus allen Generationen sollen die Kinder fester Bestandteil im gesamten Gemeindeleben sein.

3. Wie integrieren Sie Kinder im Gottesdienst?

Wir haben im Anfangsteil, meistens nach Begrüßung, Gebet und dem ersten Lied eine spezielle Begrüßung der Kinder mit Nennung der Geburtstage und kurzem Input, den wir „kids corner“ nennen. Benannt nach dem gleichnamigen Ideen- und Mitarbeiterheft des Gemeindejugendwerks vom Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden.

Den vollständigen Artikel können Sie in der aktuellen Ausgabe der Christen-Heute nachlesen. 


Kommentare zu diesem Eintrag: (32 insgesamt)

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    Tineli hat vor 1697 Tagen (um 10:59 Uhr) geschrieben:

    Re: Reizthema: Kinder im Gottesdienst

    Wir haben drei Gottesdienstformen.

    Beim regulären Gottesdienst gibt es Kindergottesdienst für die 3 - ca. 10J. in 2-3 Gruppen, und zwar von Anfang an. Die PreTeens (so ab 5. Klasse bis zum Konfi-Unterricht) bleiben im Gottesdienst und gehen kurz vor der Predigt in ihr eigenes Programm. So gewöhnen sie sich langsam an den Gottesdienst. Ab dem Konfi-Unterricht ist dann die Teilnahme am Erwachsenen-Gottesdienst Pflicht.

    Beim Gästegottesdienst (9x im Jahr) können die Kinder vorne auf den Treppenstufen zum Altarraum sitzen. So nehmen sie nicht "den Erwachsenen den Platz weg", sie sind nah dran am Geschehen (und da es meist ein Theaterstück gibt, ist das ja auch faszinierend da vorne) und die Mitarbeiter gucken ein bisschen, dass alles hinreichend ruhig bleibt. Das Knien/Sitzen/Hocken auf den 3 Treppenstufen ist auch angenehm für die Kinder, weil sie gar nicht erst absolut bewegungslos sitzen müssen. Aber keiner sagt was, wenn die Kinder lieber bei den Eltern sitzen. Vor der Predigt gehen sie dann raus in ihr Programm.

    Dann haben wir noch einen Abendgottesdienst (auch ca. 9x im Jahr), da gibt es gar keinen Kindergottesdienst.

    Der Baby-/Kleinkinderraum ist immer offen, man hat Blickkontakt in die Gemeinde über Fenster und kann über Lautsprecher mithören. Leider gibt es auch hier Eltern, die lieber quatschen als dem Gottesdienst zu folgen. Aber das stört mich nicht mehr, aus dem Alter bin ich raus (Und wenn ich mal alle Jubeljahre eine Mutter entlaste und dort ihr Kind beaufsichtige, dann überleb ich das auch ohne Murren).

    Grüßle, Tineli

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    Squiddy hat vor 1697 Tagen (um 09:19 Uhr) geschrieben:

    Re: Reizthema: Kinder im Gottesdienst

    Ich bin in einer sehr, sehr kinderfreundlichen Gemeinde. Der Pastor hat sogar schon seine Predigt unterbrochen um zu betonen, dass Kinder dazu gehören und es doch schön ist wenn mal eins sich meldet (als ein sehr kleines Baby während der Predigt geweint hat).
    Bei uns gibt es altersgerechten Kindergottesdienst während dem Gottesdienst für Kinder ab 2. Am Anfang des Gottesdienstes sind sie bei den "Großen" mit dabei und gehen dann runter. Für Kinder unter 2 gibt es ein Babyzimmer mit Videoübertragung.

    Ich persönlich habe mich in dieser Gemeinde (im Gegensatz zu meiner Heimatgemeinde) selten von Kindern gestört gefühlt weil eigentlich alle Eltern verantwortlich mit ihnen umgehen und eben rausgehen wenn es zu arg wird. Ich selbst mache das mit unserem Sohn auch so. Allerdings finde ich, dass Kinder auch lernen sollten, dass Gottesdienst keine Rumtobezeit ist und dass es auch gut möglich ist mal eine gewisse Zeit still zu sein. Ich bin da immer etwas zwiegespalten weil ich gerne will dass unser Sohn (er ist jetzt 8 Monate alt) das lernt, andererseits will ich aber auch nicht dass er die anderen Gottesdienstbesucher stört.
    So ist er zu Beginn in seiner Babyschale und dann auf unserem Schoß und darf dort mit leisem Spielzeug (keine Rassel oder dergleichen, das werd ich ja nie verstehen warum man sowas mit in den Gottesdienst nimmt) spielen. Meist ist er aber so fasziniert von allem, dass er erstmal nur gucken und horchen muss. Wenn er während dem Lobpreis fröhlich kräht, dann darf er das auch. Wenn die Predigt beginnt und er dann zu laut wird gehe ich mit ihm raus. Wenn er nur ein bisschen vor sich hinplappert ohne dass es stört, bleiben wir im Gottesdienstraum.

    Schade finde ich vielmehr wie unterschiedlich es dann im Krabbelraum zugeht, je nachdem wer da noch drin ist.
    Manche möchten sich auf den Gottesdienst konzentrieren und diesen per Video und Kopfhörer verfolgen. Das ist aber manchmal fast nicht möglich, nicht wegen den Kindern, die meist ruhig vor sich hinspielen, sondern wegen den Müttern und Vätern, die das Krabbelzimmer zum Tratschraum umfunktionieren. Das stört mich, ehrlich gesagt, mehr als ein schreiendes Kind im Gottesdienst.
    Ich habe auch schon Sonntage erlebt wo es wirklich angenehm dort war und man den Gottesdienst gut verfolgen konnte, die größeren Kinder auch ermahnt wurden etwas leiser zu spielen (was problemlos klappt) und alle Elten still waren. Aber es gibt auch Sonntage wo ein Lärmpegel herrscht, dass ich schon überlegt habe mit meinem Kind draußen rumzuspazieren bis der Gottesdienst vorbei ist.
    Manche Eltern sehen den Krabbelraum wohl als willkommene, weniger langweilige Alternative zum Gottesdienst, das kann ich nicht verstehen. So waren neulich beide Elternteile zweier Kinder (eins davon im Kindergartenalter, also eigentlich eh "falsch" im Krabbelzimmer) im Krabbelraum und haben sich jeweils mit verschiedenen Menschen unterhalten während die Kinder völlig unbeaufsichtigt im Raum getobt sind und die anderen Kinder/Babys geärgert haben (Spielzeug weggenommen, drübergehüpft usw.).
    Da fehlt mir jegliches Verständnis und das bestätigt mich in meiner Meinung, dass meist eher die Erwachsenen das Problem sind.

    Sprechblase mit StiftDirekt auf diesen Beitrag antworten

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