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Von Artur Wiebe


Osterglaube kommunizieren

Hilmar Schultze ist begeistert von der Auferstehung Jesu Christi, die Hoffnung gibt und stärker ist als der Tod. Deshalb sollte vor allem die Freude darüber unsere Herzen und unsere Ostergottesdienste bestimmen. Wir fragen ihn nach seinen Erfahrungen und Tipps, Ostern ins Gespräch zu bringen.

Hilmar, zu Ostern gibt es verschiedene Bräuche, die in Familien praktiziert werden. Welche davon sind dir vertraut?

Der Ostersonntag begann traditionsgemäß sowohl in meiner Herkunftsfamilie als auch in der eigenen damit, sich gegenseitig ein fröhliches „Der Herr ist auferstanden!“ zu sagen und darauf zu antworten: „Er ist wahrhaftig auferstanden!“ Dieses Ritual war immer ein fröhlicher Beginn in den Tag. Der Besuch des Ostergottesdienstes war für uns immer der Höhepunkt des Kirchenjahres. Natürlich haben auch die Kinder ihre Freude daran gehabt, im Garten Ostereier zu suchen. Mittags gab es zu Ostern ein besonderes Festessen. Manchmal gehörte auch zu den Bräuchen ein Osterfrühstück in der Gemeinde, welches den Kindern die Osterfreude vermitteln sollte.

Gibt es ein Osterfest, das dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Da habe ich zwei Erinnerungen: In Worms hatten wir die Bühne und den Gottesdienstraum mit einem Meer aus hunderten von gelben Narzissen geschmückt. Das war ein wunderbarer optischer Hinweis auf die Osterfreude. Die zweite Erinnerung liegt Jahrzehnte zurück. Ich war Teenager und gehörte damals zur Baptistengemeinde. Wir fuhren als Familie wie immer frohgelaunt nach Stade und erfuhren Minuten später, dass ein junger Ältester der Gemeinde gerade verstorben war. Er hinterließ Kinder in meinem Alter. Bei aller ehrlichen, tiefen Trauer habe ich dennoch die Freude am auferstandenen Jesus in Erinnerung und die lebendige Hoffnung auf ein ewiges Leben. Das war für mich ein „Wow“-Erlebnis. Heute würde ich es kommentieren mit dem Apostel Paulus: „Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?“ (1. Korinther 15,55)

Können die volkstümlichen Handlungen eine Brücke sein, um über Jesus Christus und die Gute Nachricht ins Gespräch zu kommen? Kannst du dafür ein Beispiel geben?


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